Grußworte Frau Ministerin Annegr... 

                                          Grußwort von

                    Frau Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer

                                      für die Internetseite

           zur Fachtagung des Deutschen Berufsverbandes

                                für Soziale Arbeit e.V. (DBSH)

                                                            

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Symposium Ethik 2010,

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ - dies steht zu Beginn der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie ist das ausdrückliche Bekenntnis der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte und wurde bereits am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris genehmigt und verkündet.

Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie ist das ausdrückliche Bekenntnis der Vereinten Nationen zu den allgemeinen Grundsätzen der Menschenrechte und wurde bereits am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris genehmigt und verkündet.

Menschenrechtsverletzungen und soziale Gerechtigkeit sind Themen, die nicht nur professionell in der Sozialen Arbeit Tätige berühren, sondern sie bewegen alle Menschen auf der ganzen Welt. Auch in einer Wohlstandsgesellschaft gibt es Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leben, die zu zentralen gesellschaftlichen Bereichen keinen Zugang finden oder unter Benachteiligungen leiden. In der Regel sind es mehrere gesellschaftliche und persönlich-biografische Faktoren, die zusammen wirken und dazu führen, dass einzelne Personen oder Personengruppen geringere Chancen der gesellschaftlichen Teilhabe nutzen können als andere. Dies betrifft die gesamte Gesellschaft.

Von staatlicher Seite heißt das, dass wir uns der Problematik von Armut, Ausgrenzung und besonderen Lebenslagen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger stellen und ihr die erforderliche Aufmerksamkeit widmen müssen. Das Saarland ist sich hier seiner Verantwortung voll bewusst. So heißt es in der Präambel zum Koalitionsvertrag der seit November 2009 regierenden Parteien: „Wir werden den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft gewährleisten, in dem wir die Teilhabe- und Entwicklungschancen aller Bevölkerungsschichten und Bevölkerungsgruppen durch eine moderne Bildungs- und Sozialpolitik nachhaltig verbessern.“ Unser Augenmerk liegt deshalb insbesondere darauf, Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu schaffen, auch indem bereits bestehende Frühwarnsysteme ausgebaut und verbessert werden, um Menschen in drohenden und bereits bestehenden Problemlagen möglichst frühzeitig aufzufangen.

Professionell ausgeübte Soziale Arbeit strebt danach, eine nachhaltige Besserung der Lebensbedingungen für eine Gruppe oder für den Einzelnen zu erreichen. Die Menschenrechte definieren diese Besserung der Lebensbedingungen durch das allumfassende und klare Bekenntnis zur Freiheit und Gleichheit jedes einzelnen Menschen und stellen deshalb die Wertebasis oder auch die unstrittigste ethische Grundlage für die Soziale Arbeit an sich dar.

So die Theorie - Doch was wäre Soziale Arbeit ohne das Engagement, die Motivation und das Durchhaltevermögen des Einzelnen. Jeder Einzelne, der sich in der Sozialen Arbeit stark macht und sich auf welche Weise auch immer einbringt, trägt dazu bei, den Menschen in seiner Würde und Einzigartigkeit wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Dafür möchte ich heute insbesondere denjenigen danken, die sich professionell der Unterstützung der sozial Benachteiligten verschrieben haben. Bitte bleiben Sie weiterhin dabei!


Ihre


Annegret Kramp-Karrenbauer

Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport